BOLTEliest

Die Geschichte des eBooks

1965 – Die Erfindung des eBooks

Der Computerwissenschaftler Andries van Dam entwickelt bei einem Forschungsprojekt das Hypertext-System „HES“, das der elektronischen Dokumentenverarbeitung dient. Er prägte den Begriff „Electronic Book“. Zunächst wurden nur Bücher aus den Bereichen Biologie und Poesie so digitalisiert. Das System wurde später auch für die Dokumentation des Apollo Weltraum Programms von der NASA eingesetzt.

1971 – Das Projekt Gutenberg

Der Student Michael Hart erhält aufgrund eines glücklichen Zufalls nahezu unbegrenzten Zugriff auf das Rechenzentrum die Universität Illinois, das an den Vorläufer des heutigen Internets, dem sog. „Arpanet“ angeschlossen ist. Michael Hart nutzt diese Chance sinnvoll und gründet das gemeinnützige Projekt „Gutenberg“. Das Projekt hat das Ziel, Bücher in digitaler Form kostenfrei der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Bis heute ist das Projekt Gutenberg sehr erfolgreich.

1974 – Gyricon – das erste elektronische Papier

Für das Unternehmen Xeron entwickelt Nicholas K. Sheridon ein elektronisches Papier Display und nennt es „Gyricon“. Xerox lässt die Technik aber nicht weiterentwickeln, sodass Sheridons Idee erst in den 1990er Jahren von der Firma eInk aufgegriffen wird. eInk entwickelt daraufhin marktreife ePapier Displays.

1988 – „Mona Lisa Overdrive“ – das erste kommerzielle eBook

Der Roman „Mona Lisa Overdirve“ von Wiliam Gibson ist das erste eBook, dass zum Kauf auf Diskette angeboten wird.

1991 – „Expanded Books“ – erstes elektronisches Buchformat auf CD Rom

Die Voyager Company entwickelt ein elektronisches Buchformat für CD-ROMs, das „Expanded Book“. Als erstes eBook dieser Form erscheint Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“.

1992 – Sony Data Discman kann auch eBooks darstellen

Der Data Discman von Sony kommt auf den Markt und ist der erste mobile Mini-Computer, der auch eBooks darstellen kann. Ausgestattet mit einem kleinen LCD-Bildschirm und einer integrierten Tastatur wurden CD-ROMs als Speichermedium verwendet.

1993 – „Newton Message Pad“ – Vorgänger des iPad von Apple

Das Newton Message Pad kommt auf den Markt und ist der Vorgänger des iPads. Das Gerät kann eBooks im herstellerspezifischen Format „Newton Books“ darstellen.

1993 – Das PDF-Format wird entwickelt

Adobe entwickelt das PDF-Format, sodass Dokumente auf allen Geräten unabhängig von Hardware und Betriebssystem dargestellt werden können. Zunächst sollte das Format herstellerspezifisch vermarktet werden, wird dann aber 2001 freigegeben. Schnell entwickelte es sich zum Standard-Format für eDokumente.

1998 – „Rocket eBook“ und „Softbook“ – die ersten mobilen eBook-Reader

Mit dem „Rocket eBook“ und dem „Softbook“ sind die ersten mobilen Geräte auf dem Markt erhältlich, die nur der Darstellung von eBooks dienen. Auf dem „Rocket Book“ konnte bis zu 41.000 Buchseiten gespeichert werden. Unerschwinglich die Technik damals, denn der „Rocket Book“ kostete bei der Markteinführung in den USA 500 Dollar. Das „Softbook“ besaß ein integriertes Modem, sodass man eBooks aus dem Internet laden konnte. Beide Geräte konnten sich nicht durchsetzen.

2004 – „Sony Librie“ – der erste „richtige“ eBook Reader

Der Sony Librie gilt als der erste „richtige“ eBook Reader. Zum Einsatz kam die Bildschirmtechnologie der Firma e-Ink. Verkauft wurde der eReader aber nur in Japan.

Im gleichen Jahr setzte sich das „Google Books Library Projekt“ das Ziel, eine Büchersuche bereitzustellen, in der alle erschienenen Bücher der Welt erfasst werden. Hierfür entwickelt Google ein eigenes Verfahren, mit dem Bücher automatisch eingescannt werden können. Dazu kooperiert Google mit vielen großen Bibliotheken.

2007 – ePub – der eBook Standard

Das ePub-Format wird vom International Digital Publishing Forum veröffentlicht. Innerhalb kürzester Zeit setzt es sich als Standard für offene eBook-Formate durch.

2007 – Der Amazon Kindle wird geboren

Die Erfolgsgeschichte des Amazon Kindle beginnt. Zum erstem Mal kommt ein eBook Reader auf den Markt, der sich weltweit erfolgreich verkauft. Verwendet wird hierbei ein ePapier-Bildschirm der Firma eInk. Weitere Besonderheit: es gibt eine Internet-Anbindung, über die direkt im Amazon-Shop eBooks gekauft werden können. Nur zwei Jahre später ist der Kindle das am häufigsten verkaufte Produkt bei Amazon.com.

2010 – Die Revolution: Apple iPad

Apple revolutioniert mit dem iPad das Konzept des Tablet-PCs. Der Erfolg ist grandios. Das iPad ermöglicht mit der App „iBooks“ auch das Lesen von eBooks auf dem iPad.

2011 – Kyobo – der erste eBook Reader mit farbigem ePapier Display

Der Kyobo eReader erscheint und ist der erste eBook-Reader mit ePapier Display mit Farbdarstellung. Das Unternehmen „Qualcomm“ liefert die Display-Technik „Mirasol“. Zunächst wird der Kyobo nur in Asien verkauft.

2012 – Jetbook Color – erste farbfähige ePapier-Technik

Ectaco bringt das „Jetbook Color“ auf den Markt. Es ist weltweit der erste eBook-Reader mit der farbfähigen ePapier-Technik. Dies Display-Technik „Triton“ von eInk kann bis zu 4096 Farben darstellen.

Spannend, oder?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*