BOLTEbloggt

Streetfood-Festival in Braunschweig

Zum Geburtstag einen ausgeben: Ehrensache. Die Familie zum Essen einladen: gehört dazu. Doch warum langweilig in einem Restaurant sitzen, wenn in Braunschweig im Lokpark Streetfood-Festival ist? Also, ab ins Auto, die 35 Kilometer über die Autobahn gekachelt und rein in zahlreiche kulinarische Abenteuer. Ein kleines Abenteuer war dann bereits der Einlass. 3 Euro Eintritt, eine Kasse und gefühlte 5.000 Besucher, von denen ein Magen lauter knurrte als der andere.

Unser erstes kulinarisches Abenteuer war gleich ein Volltreffer. Wir landeten irgendwo in Japan und genossen Leckereien bei Nipponoodles – mit irgendwas gefüllte Teigtaschen, mit einer undefinierbar leckeren Soße, garniert mit Trüffelraspeln und zubereitet mit einer Hingabe, die uns staunen ließ. Die Macher hatten bei all dem Andrang absolut die Ruhe weg, erklärten die Zutaten, die Zubereitung und hatten für jeden Besucher ein nettes Wort über. Genau so hatte ich mir ein Streetfood-Festival vorgestellt. Wir wurden also nicht enttäuscht. So konnte es weitergehen.

1.-Abenteuer
Unser erstes kulinarisches Abenteuer war ein Volltreffer: mit irgendwas leckerem gefüllte Nudeltaschen, überstreut mit Trüffeln.

Tja, und dann trafen wir einen Promi – ohne es zu wissen. Schließlich sind wir Streetfood-Neulinge und kennen uns in der Szene eben noch nicht aus. Zumindest standen wir plötzlich vor Felicitas Then. Kennst du nicht? Naja, wir ja auch nicht. Die charmante Dame da hinter der Theke gewann bei der TV-Sendung „The Taste“ und das mit Recht. Ihr gezupftes Lamm und ihre gezupfte Ente waren wirklich köstlich.

Felicitas-Then
Felicitas Then – Gewinnerin von „The Taste“ 2013

Unter dem Namen „Pink Burger“ – weil mit Roter Beete gemachte Brötchen (so eine geniale Idee und lange nicht nur was für Mädchen) gab es gezupfte, zehn Stunden gegarte Ente mit Ponzu-Karotten, Erdnusssoße und Koriander oder gezupftes, zehn Stunden gegartes Lamm, mit Dattelmarmelade, Sesamrotkohl, Minze und Feta. LECKER! LECKER! LECKER! Meine Gäste waren begeistert!

Felicitas-Then_1
Gezupftes und zehn Stunden gekochtes Lamm und Ente – LECKER!!!!

Inzwischen war der erste große Hunger beseitigt, doch aufgrund der hohen Temperaturen meldete sich der Durst an. Doch auch das ist auf einem Streetfood-Festival natürlich kein Problem. Biolimo und Bier standen kühl, der Kaffee frisch gebrüht. Pause vom Essen war angesagt.

Weiter führte uns unsere Reise in die Geheimnisse des Streetfood zu einem der leckersten Burger, den ich jemals gegessen habe. Und dabei wurde es wild. Hirsch & Eber – ein Gastronomieunternehmen, das sich auf gehobene Fastfoodprodukte aus Wildfleisch spezialisiert hat. Das Fleisch stammt aus dem Wendland, alle weitere Zutaten aus ökologischem Anbau, die Backwaren werden nach eigenem Rezept in einer Berliner Bio-Bäckerei produziert und selbst die Getränke werden in regionalen Manufakturen und Biolieferanten gekauft. Das Angebot von Hirsch & Eber besteht aus Burgern, Pulled Pork, Currywurst & Bratwurst, es gibt auch vegetarische Alternativen und hausgemachte Soßen sowie saisonal wechselnde Eintöpfe und Beilagen. Cool ist, dass man das Team nicht nur auf eben solchen Festivals antrifft, sondern auch nach Hause bestellen kann. Das Team bietet für jedes Event die passende Cateringlösung. Zu finden mit nur einem Klick.

HirschundEber
Hirsch & Eber – mit Abstand das Leckerste, was das Streetfood-Festival zu bieten hatte.

Vietnamesisch ging es weiter – mit einem kleinen Sandwich. Was allerdings die italienische Mortadella (sagte zumindest der Mensch hinter dem Tresen) darin zu suchen hatte, erschloss sich uns nicht. Lecker war es trotzdem. Obwohl, das Sandwich hatte einen essiggeschwängerten Beigeschmack, was etwas gewöhnungsbedürftig war. Die milden Jalapenos aber waren wirklich mild und dennoch aromatisch. Eine leckere Zusammenstellung.

vietnamesisch
Sandwich auf vietnamesisch mit italienischer Mortadella

Die letzte Station – inzwischen schoben wir nämlich schon einen gefühlten neun-Monats-Bauch vor uns her – war der Sushi-Stand. Meine Tochter ist ein absoluter Sushi-Fan und so durfte diese Station natürlich nicht fehlen. Bei Roll´in kitchen“ gab es frittiertes Sushi mit Tunfisch, einer süßen Soße und – weil ja frittiert – warm. Das war zwar sehr ungewöhnlich und hatte mit dem bekannten Sushi nicht mehr viel zu tun, war aber überaus lecker und war eben was anderes.

Sushi
Sushi – frittiert, warm und mal ganz anders

Unser Fazit: das war alle mal interessanter als steif im Restaurant zu sitzen. Einzig die Location war – zwar mal was anderes für den gewöhnlichen Kleinstädter – aber für unseren Geschmack ein wenig zu eng. Die Wartenden standen denen im Weg, die von einer Bude zur nächsten wollten und umgekehrt. Sitzplätze waren Mangelware und nicht jeder ist so sportlich, dass er sich ins grüne Gras setzen mag und hinterher wieder hoch kommt (ich hab da zumindest meine Probleme mit). Aber das waren alles nur Kleinigkeiten. Rundum hat mir und auch meinen Gästen das Event sehr gut gefallen und es wird sicher nicht das letzte Streetfood-Festival gewesen sein, das wir besuchen. Die Preise waren schon höher als normales Fastfood – aber es handelte sich ja auch um etwas besonderes. Überzogene Preise gab es nicht.

Stimmung
Tolle Stimmung im Lokpark Braunschweig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*